26/9/2006

"Alpinhistorische Sensation in Großhumpendorf"

Die als saarländische Zugspitze bekannte Großhumpendorfer Kuckuckshöhe ist deutlich früher von Menschen bestiegen worden als bislang angenommen. Offenbar standen schon im 11. Jahrhundert Menschen auf dem zweithöchsten Gipfel der Saargemeinde.

Von Claude Michael Jung

Großhumpendorf: - Wie der Großhumpendorfer Alpenverein (GAV) heute mitteilte, belegt eine historische Karte aus der Zeit um 1060, dass Ritter Schlendrian der Herr der Humpenburg, hier in luftiger Höhe eine Wetterstation unterhalten hat. Auf dem kürzlich im GAV-Archiv entdeckten Dokument sei beispielsweise bereits ein Weg auf den Berg hinauf eingezeichnet, sagte Renate Schlüpfher, die Sprecherin des Großhumpendorfer Alpenvereins gestern in den frühen Abendstunden in Ännchens Kneipe am Dorfbrunnen. Auch weitere Details auf der Karte zeigten, dass schon im 11. Jahrhundert Menschen auf dem Gipfel der Kuckuckshöhe standen. Der Großhumpendorfer Alpenverein wertete die Entdeckung als "alpinhistorische Sensation". Die Besteigungsgeschichte der Großhumpendorfer Kuckuckshöhe müsse neu geschrieben werden. Der Alpenverein will die Karte demnächst der Öffentlichkeit präsentieren und dabei weitere Hintergründe bekannt geben.

Wie Renate Schlüpfher jedoch durchsickern lies, steht eindeutig fest, das auf der saarländischen Zugspitze bereits im 11. Jahrhundert von eigens hierfür ausgebildeten Wetterfröschen, weit über die Saarregion hinaus gehende Wetterprognosen erstellt wurden. Der damals hier herrschende Schlendrian wollte bereits am Montag wissen, welche Rüstung er am kommenden Sonntag zum Kirchgang anlegen sollte und ob es notwendig werden würde den Regenschirm mit zu nehmen. Weiter gab Renate Schlüpfher bekannt, dass die, vor einigen Jahren auf der Kuckuckshöhe gefundenen langen Stangen eindeutig aus dem 11. Jahrhundert stammen. Mit ihrer Hilfe wurden damals herannahende Gewitterwolken so zurecht geschoben dass beispielsweise kräftige Hagelschauer, oder andere Unwetter nicht die Ernte der wichtigen Braugerste in der Humpenburger Region gefährden konnten. Unwetter wurden damals zumeist in Richtung der Saarmetropole Saabrigge abgeschoben, sagte Renate Schlüpfher abschließend.

Vermutungen wonach im 11. Jahrhundert auch Raumschiffe von fremden Planeten auf der Kuckuckshöhe gelandet seien wollte Renate Schlüpfher weder bestätigen noch dementieren. Sie sagte lediglich, oft habe sie den Eindruck, die gesamte Gemeinde Großhumpendorf sei gar nicht von dieser Welt.

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