11/7/2007

Aus für DIE LINKE an der Saar

Würfel für die Landtagswahl 2009 bereits gefallen - „Alle Neune für das Saarland”

Von Claude Michael Jung

Mit der Entscheidung des Großhumpendorfer Bürgermeisters Edgar Lump, den örtlichen Kegelclub „Alle Neune” in eine politische Partei umzuwandeln und bei den Landtagswahlen 2009 im Saarland anzutreten sind die politischen Würfel an der Saar bereits vorzeitig gefallen. Dies prognostizieren sämtliche Wahlforscher, sowie in und ausländische Experten.

Während eines bierpolitischen „Kipp ab” im roten Turm der Humpenburg an der oberen Saar verkündete Edgar Lump diese weitreichende und für die anderen Parteien des Saarlandes, sogar tragische Entscheidung. CDU Generalzäpfchen Stefan Toscani verklickerte der regionalen Presse bereits, dass im Falle eines Lumpchen Wahlsieges die gesamte CDU-Spitze sich vom Acker machen werde. Panik auch bei der SPD, die Sozis wollen geschlossen ins Wasser gehen und noch schnell die Flüsse des Landes mit ihren Kadavern vergiften. Auch FDP und Grüne wollen sich auflösen, wird landesweit offen gemunkelt.

Besonders hart hat die Großhumpendorfer Polit -Offensive die neu gegründete LINKE an der Saar getroffen. „Mit Edgar Lump an der Spitze gewinnen die Großhumpendorfer Anarchisten 50 von 51 Landtagsmandaten” jammerte Linksgott Oskar Lafontaine gegenüber dem Sender „Freies Saarland”. War man bei den Linken, bis zur Entscheidung Edgar Lumps, noch gegenseitig bei der Jagd nach Ämtern und Mandaten über sich hergefallen, so sind jetzt erste Auflösungserscheinungen festzustellen, berichtet das Politmagazin „Zappenduster”. Ganze Orts und Kreisverbände der zinnoberroten Socken befinden sich derzeit in ungeordneten Absetzbewegungen und hoffen auf eine Aufnahme in den Großhumpendorfer Kegelclub.

Unterdessen teilt die Pressestelle des Großhumpendorfer Rathauses mit: „Zinnoberrote Halunken und Banausen, sowie ex SPD Kreaturen sind nach dem Großhumpendorfer Vereinsrecht nicht berechtig einem Verein oder Club der glorreichen Gemeinde an der oberen Saar beizutreten”. Oberstleutnant Wilfried von Bockschuss, Kommandeur der Großhumpendorfer Garde hat sämtliche Zufahrtsstraßen zu seiner Gemeinde abriegeln lassen. Sogar die alte 8,8 Zentimeter Flack aus dem Heimatmuseum ist im Einsatz um die marodierenden zinnoberroten Haufen von einem Überschreiten der Gemeindegrenze abzuhalten. Trollo, der etwas zu groß geratene Mischlingshund von Pastor Friedensreich Selighauer hat unter anderem bereits mit einem Kreisvorsitzenden, fünf Ortsvorsitzenden und zahlreichen anderen Aspiranten auf ein Parteiamt der Linken, gespielt. Das rosarote Gelichter wurde vom Großhumpendorfer Arzt Dr. Hubert Engerling bestens verpflastert und anschließend über die Gemeindegrenze abgeschoben. „Pastor Friedensreich Selighauer musste nicht zu einer letzten Ölung ausrücken”, meldet die Sakristei der Pfarrkirche Sankt Donner und Doria, vorab in einer Lagemeldung.

Derweil hat Bürgermeister Edgar Lump sein künftiges Regierungsprogramm vorgestellt. Minister und Staatssekretäre wird es aus Kostengründen im Saarland nicht mehr geben. Die Regierung Lump wird ehrenamtlich arbeiten. Ministerpräsident Lump werden als Berater seine bewährten Mitarbeiter von der langen Theke in Ännchens Kneipe am Dorfbrunnen zur Seite stehen. So wird die kämpferische Vorsitzende der Großhumpendorfer Frauengewerkschaft Zora Klamm, für die Frauen und den Verkehr im Lande zuständig sein. Die „Rote Zora” wird ebenfalls für die Familienpolitik verantwortlich sein und der bumsenden Jugend praxisnahen Aufklärungsunterricht erteilen.

Für Bildung und Kultur wird der Großhumpendorfer Chronist, Studienrat Ernst Nonsens künftig die Verantwortung übernehmen. Die Landeskasse wird von Amtmann Franz Klamm verwaltet werden und für die Wirtschaft wird Ministerpräsident Edgar Lump selbst in die Bütt steigen. Eveline Dresch-Flegel wird das Ressort Arbeit und Soziales übernehmen. Die erfahrene Barrikadenkämpferin hat bereits angekündigt die ARGEN im Land zu schließen und dort die dressierten Knechte der Hartz-Diktatur mit der eigenen Knute zu bestrafen.

Der Sanierungsplan Edgar Lumps für das Saarland sieht unter anderem vor, keinerlei Zinsen und Zinseszinsen mehr für aufgenommene Kredite an die Banken zu zahlen. Lediglich das tatsächlich aufgenommene Kapital wird zurückgezahlt. Die Saarbahn wird ausgebaut und die Preise für den öffentlichen Personennahverkehr halbiert. Die einzige Großbrauerei des Landes wird in eine Verbrauchergenossenschaft umgewandelt. Auch die Wurstbarone werden den Lumpchen Systemwechsel zu spüren bekommen. Die Preise für Schaukelfleisch (Schwenkbraten) werden ebenso staatlich festgelegt, wie die Preise für Döner, Bock und Bratwurst. „Der Ringel Lyoner wird niemals mehr als zwei EURO kosten”, so Edgar Lump vor zahlreichen Pressevertretern.

Pressemeldungen, wonach aus der „Villa zur sozialen Gerechtigkeit”, der Residenz Oskar Lafontaines, ein erstes Koalitionsangebot zur gemeinsamen Bildung einer Saarregierung im Großhumpendorfer Rathaus eingegangen ist, wurden von dort unter höhnischem Gelächter bestätigt. „Die Zeit der Nullen und Nieten ist an der Saar vorbei. Oskars Kamarilla ist ebenso überflüssig wie die des amtierenden Saarfürsten”, schreibt der Großhumpendorfer Generalanzeiger unter Berufung auf gut unterrichtete Kreise im Umfeld von Bürgermeister Edgar Lump.

Ob sich der Großhumpendorfer Kegelclub „Alle Neune” noch vor der Übernahme der Regierungsverantwortung umbenennen wird, ist zu bezweifeln. „Jeder Kegelclub ist in der Lage das Land besser zu regieren als die derzeitigen Narren und diejenigen, die in Zukunft auf die Brücke des Saarlandes steigen wollen, um das Land zu ruinieren. Darum Alle Neune für das Saarland” so der Großhumpendorfer Chronist, Studienrat Ernst Nonsens zum Abschluss.

Au, den 11. Juli 2007

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