24/10/2006

Berliner Bemühen um Haushaltsanierung scheitert an Linkspolitiker Diether Dehm

„Bargeschäft hinterm Zaun” vor Gericht ins Wasser gefallen

Von Claude Michael Jung

Saarbrücken/Berlin -c.m.j.-Des Wassers Kraft ist so gewaltig, das sie selbst der stärkste Mann nicht aufhalten kann. Dem musste auch der 56jährige Politiker der Linkspartei Dr. Diether Dehm Tribut zollen. Allzeit dem Druck seiner politischen Widersacher gewachsen kapitulierte er am 15. Januar 2006, beim Gedenken an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht am Friedhof in Friedrichsfelde vor dem, auf seiner Blase lastenden gewaltigen Wasserdruck. Da sämtliche Dixi-Klos bereits okkupiert waren und auf weiteres keine Aussicht auf Erleichterung in Sicht war schlug sich Dehm, bevor der Gang nicht mehr nötig war, in die Büsche. Dort lauerte aber schon die Berliner Pinkelpolizei in Gestalt zweier Mitarbeiter des Ordnungsamtes und wollten für das „free piss Event” gleich 25 EURO Strafe abkassieren. Der seines inneren Wasserdrucks erleichterte Bundestagsabgeordnete war jedoch nicht bereit sich von den beiden Mitarbeitern des Berliner Ordnungsamtes, noch ein zweites mal Erleichtern zu lassen und lehnte das „Bargeschäft hinterm Zaun” rundweg ab. "So ein Gesetz versteht niemand. Ich bin dezent in die Ecke gegangen. Da hat ja ein Mensch weniger Rechte als ein Hund!" sagte der europapolitische Sprecher der Linken im Bundestag gegenüber dem Berliner Kurier.

Gerechtigkeit für seine Blase fordernd legte Dehm Einspruch gegen das Begehren der Abteilung „Wasserlassen in der Öffentlichkeit” des Berliner Ordnungsamtes ein und zog vor Gericht. Zwar hatten seine Genossen allerschwerste Bedenken gegen diesen Schritt, man befürchtete sogar einen neuen Pinkelskandal in der Republik, jedoch Diether Dehm lies sich nicht beirren. Eine verständnisvolle Richterin am Amtsgericht Tiergarten gab Diether Dehm Recht und kassierte das Pinkelknöllchen. "Da habe ich mich wohl um ein Menschenrecht verdient gemacht.", so zitiert der Berliner Kurier vom 24.10.2006 den Linkspolitiker.

Nach Bekanntwerden des höchstrichterlichen Urteils meldete sich auch die saarländische Sommerlochakademie in Großhumpendorf zu Wort. Hier lobte man das Urteil uneingeschränkt: „Jeder der schon einmal die Kraft der Niagara-Fälle, den Druck des Assuan Staudammes, oder die Urkraft einiger Tassen Kaffee auf seiner Blase gespürt hat, kann den Schrei nach Erlösung nachvollziehen. Berlin muss die Konsequenzen aus dem Urteil ziehen, denn mit dem Einsatz einer noch so dreist agierenden Pinkelpolizei kann der marode Haushalt der Stadt niemals saniert werden. Für uns, die wir alle die Kraft des Wassers kennen, ist Diether Dehm ein Held” so kommentierte Jutta von Jolande, die Präsidentin der Saar Sommerlochakademie den weisen Richterspruch. Der Großhumpendorfer Chronist, Studienrat Ernst Nonsens vermutet gar Arglist und Heimtücke des Berliner Ordnungsamtes hinter der ganzen Angelegenheit. Für Nonsens steht fest, das Berliner Ordnungsamt hat mit Absicht die Aufstellung viel zu weniger Dixi-Klos betrieben um durch den Einsatz der geheimen Pinkelpolizei schamlos die Not der Veranstaltungsteilnehmer auszunützen. Auch lege die Vermutung nahe, die beiden Pinkelsheriffs hätten sich, um die eigenen Kosten für die Toilettenbenützung, da diese nicht als Spesen vom Dienstherrn anerkannt werden, zu sparen, zum gleichen Zweck hinter den Zaun des Trümmergrundstücks verdrückt.

Au, den 24. Okt. 2006

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