10/2/2007

Humpenbanner weht nun auch über Brasilien, Venezuela und Kuba

Teil I | Teil II

Brasiliens Seleção unterliegt dem FC Dynamo Großhumpendorf mit 7:9 Toren der Freundschaft

Von Claude Michael Jung

Während der saarländische Wirtschaftsminister Dr. Hanspeter Georgi mal eben die Zukunft des «Saabrigge International Airport» verschnarscht hat, sind an der oberen Saar mal wieder Nägel mit Köpfen gemacht worden. Der regierende Bürgermeister Großhumpendorfs, Edgar Lump brach vergangene Woch mit einer großen Wirtschaftsdelegation seiner Gemeinde nach Südamerika auf. Vertreter der saarländischen Landesregierung lies man bewusst im Tiefschlaf in der Heimat zurück, um keinen schlechten Eindruck bei den Gastgebern zu hinterlassen. Bürgermeister Edgar Lump meinte dazu vor dem Abflug: «Mit Schnarschsäcken kann keine erfolgreiche Wirtschaftspolitik gedeihen, warum sollte eine Großhumpendorfer Wirtschaftsmission also mit abschreckenden Beispielen im Gepäck über die Kontinente reisen?»

Es war eine schwere, intensive, aber äußerst erfolgreiche Woche für das Großhumpendorfer Wirtschaftsaufgebot. Auf dem internationalen Flughafen der brasilianischen Hauptstadt Brasilia war der rote Teppich ausgerollt und tausende scandierten «VIVA O LUMP!», als Großhumpendorfs regierender Bürgermeister mit seiner Delegation die Maschine mit dem großen Humpen am Leitwerk verlies. Bereits wenige Minuten später flossen dem brasilianischen Präsidenten Luiz Inacio Lula da Silva die Tränen der Freude sturzbachartig die Wangen hinunter, als er mit seiner Nase die feine Fahne, die ihm aus den Hälsen der Großhumpendorfer Wirtschaftsdelegation entgegenwehte, zur Kenntnis nahm. «Das ist also die fein gehopfte Humpenfahne, die zukünftig durch den gesamten Subkontinent wehen soll» und für Luiz Inacio Lula da Silva war die Vorfreude derart immens, das er das Salzwasser, das aus seinen Augen strömte nicht mehr an sich halten konnte. Der Großhumpendorfer Chronist, Studienrat Ernst Nonsens sagte in einem ersten Radiointerview: «Präsident Lula da Silva hat Rotz und Wasser geheult, als er als erster Brasilianer der Weltgeschichte in den Genuss unserer wohlriechenden Humpenfahne kam».

Stolz wehte das Humpenbanner von der oberen Saar auch über dem brasilianischen Bundesstaat Bahia. Dort legte Bürgermeister Edgar Lump in Anwesenheit der gesamten brasilianischen Regierung, sowie in Anwesenheit zahlreicher Emminenzen, Hoch und Merkwürden in kirchlichen Gewändern, den Grundstein zur ersten Humpenbrauerei Südamerikas. In seiner bewegenden Rede sagte Bürgermeister Edgar Lump: «Als der portugiesische Entdecker Pedro Alvares Cabral im Jahr 1500 zum ersten Mal die brasilianische Küste erblickte sagte er aus trockener Kehle - Land in Sicht. - 507 Jahre später sage ich – Dank der einmaligen Krawallbrause nach Großhumpendorfer Rezeptur wird bald niemand mehr in Brasilien an der Seuche einer trockenen Kehle leiden. Humpenrecht wird von nun ab, bis in Ewigkeit, auch in Brasilien ein Menschenrecht sein».

Die Großhumpendorfer-Bierinitiative ist ein konkretes Beispiel für die Schaffung von Arbeitsplätzen und Einkommen. Humpenbräu Brasilia wird genau wie die im Jahre 1444 gegründete Mutterbrauerei an der oberen Saar von Großhumpendorf aus gemanagt und bleibt als «VEB Humpenmacht do Brasil» im Gemeindebesitz der uralten Tempelrittergemeinde am Oberlauf des großen Stroms der Saarländer. Bis zur Einweihung der Brauerei werden vor Ort ca. 2500 Arbeitsplätze und etwas 270 Ausbildungsplätze neu geschaffen sein. Rund eine Viertel Million Menschen werden Brot und Arbeit im Vertriebssystem finden, denn der Gerstensaft aus dem brasilianischen Bundesstatt Bahia wird von der Karibikküste bis nach Feuerland und vom Atlantik, über die Anden hinweg, bis zum Pazifik, überall an den Theken Südamerikas zu fairen Preisen aus den Zapfhähnen fließen.

Auf Einladung der brasilianischen Regierung konnten die Großhumpendorfer Wirtschaftsexperten anschließend in Rio de Janeiro ihre Augen auf die Weide einer Sambaschule führen. Bürgermeister Edgar Lump war begeistert von dem dargebotenen weiblichen Speck. Dem Weitblick von Studienrat Ernst Nonsens ist es zu verdanken, dass das Ansehen Großhumpendorfs im Universum bei dieser Fleischbeschau der absoluten Superlative nicht beschädigt wurde. Ernst Nonsens hatte am Vorabend des prächtigen Speckballs den gesamten Großhumpendorfer Wirtschaftsrat 100 mal den Satz: «Ich darf keinen fremden Busen begrabschen» aufschreiben lassen. Der mitgereiste Amtmann Franz Klamm musste sogar einen Eid schwören, während des gesamten Aufenthaltes in der Hochschule der erotischen Tänze seine Hände in den Hosentaschen zu belassen. Trotzdem, die dargebotenen Künste der Sambatänzerinnen zeigten bei der Großhumpendorfer Delegation einen großartigen wirtschaftspolitischne Erfolg. Noch am gleichen Tag wurde der Beschluss gefasst in der reizenden Saargemeinde eine Sambaschule zu gründen. Bürgermeister Edgar Lump sagte, der Beschluss sei aus rein Pupillenmedizinischer Sicht gefasst worden und die Tanzschule werde als Augenklinik, auch mit Zugang für AOK-Patienten, geführt werden. So werde man an der oberen Saar der Gesundheitsreform begegnen, betonte Edgar Lump mehrmals gegenüber der internationalen Presse.

Einen weiteren großartigen Höhepunkt des Brasilientrips der Mannen aus Großhumpendorf bildete das Fußballspiel zwischen der hochkarätig besetzten Nationalmannschaft Brasiliens und dem FC Dynamo Großhumpendorf im weltbekannten Maracana Stadion in Rio de Janeiro. Am Ufer des Flusses Maracana, dessen Namen es trägt, wurde die Arena als größtes Fußballstadion der Welt für das WM-Turnier 1950 gebaut. Mehr als 10 Millionen Säcke Zement und über 10.000 Tonnen Eisen wurden benötigt, um eine Arena zu schaffen, die fast 200.000 Menschen Platz bot. Und vor 200 000 begeisterten Fans trumpfte der FC. Dynamo Großhumpendorf schon kurz nach dem Anpfiff groß auf. Vor den Augen von Bürgermeister Lump lag die Equipe der oberen Saar bereits nach fünf Minuten mit 0.3 Toren zurück. Zur Halbzeit lagen die Großhumpendorfer dann mit 0.7 Toren zurück und für den Großhumpendorfer Mannschaftsarzt Dr. Hubert Engerling bestand akuter Handlungsbedarf. Der begnadete Biomediziner verirrte sich in die Mannschaftskabine der bereits feiernden Brasilianer und stellte dort klammheimlich einen Bierfurz der Premiumklasse in die Ecke. Der Furz der Hoffnung zeigte volle Wirkung. Betäubt und völlig aus dem Rhythmus, einige Spieler der brasilianischen Seleção verloren während des zweiten Durchgangs auf dem Rasen mehrmals das Gleichgewicht, startete die Großhumpendorfer Elf dann die verwegene Aufholjagd. Am Ende hieß es zur Freude aller mitgereisten Saarländer dann: «Großhumpendorf siegt über Brasiliens Fußballnationalelf mit 9:7 Toren der Völkerfreundschaft». Der Erzbischof von Rio de Janeiro, Anro I. sprach nach dem Abpfiff offen vom Wunder von Maracana.

Au, den 10. Februar 2007

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