12/9/2007

Pimpern statt schuften

« Manneskraft sinnvoll einsetzten »

Von Claude Michael Jung

Uljanowsk/Saabrigge/Großhumpendorf – Zum Abschluss eines Freundschaftsbesuchs in der freien Gemeinde Großhumpendorf haben der Gouverneur der russischen Provinz Uljanowsk, Sergej Morosow und der regierende Bürgermeister der Tempelritterkommune an der oberen Saar Edgar Lump, dazu aufgerufen Sex zu betreiben statt zur Arbeit zu gehen. Bei einem festlichen Banquett zu Ehren des sowjetischen Staatsgründers Wladimir Iljitsch Uljanow (Lenin), nachdem die Wolgastadt Uljanowsk benannt wurde, riefen die beiden Spitzenpolitiker gemeinsam die Völker Russlands und die Saarländerinnen und Saarländer dazu auf, einen Tag in der Woche die Arbeit zu schwänzen und an dem freien Tag lieber in der Kiste zu schwitzen.

Gegenüber dem Großhumpendorfer « Sender freies Saarland » sagte Sergej Morosow: « Wer in der Region Uljanowsk exakt neun Monate nach seiner arbeitsfreien Sonderschicht ein Baby bei der Behörde registrieren lässt, erhält zur Belohnung etwa einen Kühlschrank oder einen Fernseher. Gouverneur Morosow legte Wert auf die Feststellung: – Ein Trauschein ist nicht erforderlich, um die Belohnung einzukassieren, nur ein Baby. Ob es ein Mädchen oder ein Junge wird, ist dabei egal". Seine Dolmetscherin Beatrice Décolleté fügte an: « Für Zwillings oder gar Drillingsgeburten gibt es sogar ein Moped und eine Waschmaschine ».

Russland leidet ebenso wie das Saarland und andere große Industrienationen an Geburtenschwund. Zwar trifft dies nicht auf die Gemeinde Großhumpendorf zu. An der Oberen Saar steht Matratzenball hoch im Kurs und die Geburten übersteigen immer noch bei weitem die Sterberate. Jedoch im übrigen Saarland scheinen die Männer schon längst vergessen zu haben, wie ein richtiger Aufhüpfer funktioniert. Bürgermeister Edgar Lump machte für den traurigen Rekord der Kinderfeindlichkeit im Saarland die CDU Landesregierung verantwortlich. « Wer täglich in der Presse mit den Schockfotos von Ministerpräsident Peter Müller und seiner Minister konfrontiert wird, berauscht sich lieber mit Alkohol anstatt mit Sex », so Lump.

Auch lehnte Bürgermeister Edgar Lump Belohnungen wie Fernseher oder Kühlschränke für die Ergebnisse der Sexaktivisten ab. « Aus eigener Erfahrung weis ich, dass die Glotze eine einschläfernde Wirkung auf den Menschen ausübt und wer um Mitternacht noch einen Pornofilm ansieht wird hinterher bestimmt nicht mehr an den Zeugungsakt denken », vertraute Lump seinem russischen Kollegen Sergej Morosow unter dem Siegel der strengsten Verschwiegenheit an.

Um das Saarland fit für die Zukunft zu machen lädt Bürgermeister Lump für das kommende Wochenende zu einem außerordentlichen Sexkongress in seine Gemeinde ein. Unter dem Slogan « Naggisch for Future » haben sich bereits die schönsten Großhumpendorfer Nixen am Ufer der wild romantischen Saar pudelnackt von Dorfchronist, Studienrat Ernst Nonsens ablichten lassen. Die Plakatmotive sollen die saarländische Männerwelt aufrütteln und daran erinnern, das es außer den Baumärkten und Autowaschanlagen noch ganz andere Reize im Land gibt.

Au, den 12. September 2007

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