24/2/2007

Großhumpendorfer Fischereiverband stellt Untersuchungsergebnisse von Saarfischen vor

Heringe und Schlendrianslachse besonders empfehlenswert

Von Claude Michael Jung

Fische der oberen Saar können unbedenklich gegessen werden. Eine vom Ministerium für Umwelt und dem Fischereiverband Großhumpendorf gemeinsam initiierte Untersuchung brachte überraschend gute Ergebnisse. Besonders empfehlenswert sind dabei die Heringe im Bereich der oberen Saar, die in Sahne eingelegt, das Herz eines jeden Gourmets höher schlagen lassen. Völlig unbelastet von Schwermetallen waren auch, die von den Tempelrittern im Mittelalter hier an der oberen Saar eingesetzten Schlendrianslachse. In Rotaugen und Flussbarschen wurden dagegen unbedeutende Mengen Alkoholika und Maggi nachgewiesen. Leichte Belastungen durch Kopfschmerztabletten, Antibabypillen, Viagra und diverse Hustensäfte sind bei Saarzungen, Revolverkarpfen und Saarmakrelen zu verzeichnen. Eindeutig belegt die Studie, dass der Verzehr dieser Fische unbedenklich, ja durch seinen besonderen Medikamentenmix sogar Gesundheits und Potenzfördernd wirkt.

Mit stolz geschwellter Brust verkündete der saarländische Umweltminister Stefan Mörsdorf (CDU) gemeinsam mit dem Großhumpendorfer Bürgermeister Edgar Lump und dem passionierten Angler, Pastor Friedensreich Selighauer die erfreuliche Studie, in Ännchens Kneipe am Dorfbrunnen. Alle getesteten und studierten Fische wurden von Umweltminister Mörsdorf und Pastor Selighauer persönlich aus dem Wasser geholt, gestreichelt und danach durch das Fischwissenschaftliche Institut des Großhumpendorfer Angelsportvereins auf alle erdenklichen Schadstoffe hin, peinlich genau getestet. Bestnoten in Sachen Unbedenklichkeit erhielten auch die im Humpenbach lebenden Tigerforellen, sowie die Blauaale im Großhumpendorfer Baggersee.

Während Großhumpendorfer Fische gerade in der Fastenzeit den Anglern von den Haken gerissen werden, ist es um den Fischbestand weiter flussabwärts eher schlecht bestellt. Dort wo die Saar sich durch die saarländische Landeshauptstadt zwängt besteht bereits akute Lebensgefahr beim Verzehr der Saarfische. Große Mengen an Schlafmitteln aus der Staatskanzlei und den Ministerien gelangen, neben Pestiziden und diversen Ignoranzien, ungefiltert in den großen Strom der Saarländer. Hinzu kommen die Ergüsse der alles plattmachenden Saarbrücker Stadtverwaltung. Auf ein Kilogramm lebend gefangener Saarfisch kommen hier bereits 700 Gramm hochgiftiger Politschlamm, quasi als unfreiwilliger Beifang.

Im Saarland gibt es derzeit rund 18 000 aktive Angler. 60 Angelmeister hiervon leben im Fischerparadies an der oberen Saar und fischen was die Saar hergibt. Anglerlatein ist hier in Großhumpendorf die erste Fremdsprache. Eine wahre Kapazität in Sachen Anglerlatein ist neben Pastor Friedensreich Selighauer auch der Großhumpendorfer Bürgermeister Edgar Lump. Zwar findet Lump die bestehenden Vorschriften beim Angeln als zu eng und zu antiquiert. Ginge es nach Edgar Lump, so könnte in der Saar das ein oder andere mal durchaus die Fischlein mittels einer Handgranate aus dem Wasser gelockt werden Dies gilt besonders an Tagen an denen die Fische einfach nicht beißen wollen und der mitgebrachte Bierkasten viel zu früh leer ist. Um den lebensmittelrechtlich gute Zustand der Fische in der oberen Saar auch verkaufsstrategisch zu fördern verlangt Bürgermeister Lump von saarländischen Umweltminister Stefan Mörsdorf die Einführung eines Gütesiegels für Fische der oberen Saar. Minister Mörsdorf sagte für das kommende Frühjahr die Einberufung eines «Saar-Marine-Council» (SMC) in Großhumpendorf zu und meinte, wenn auch ein wenig bitter: «Fisch aus der oberen Saar ist unvergleichlich». Bürgermeister Lump fügte hinzu: «Fische Made in Saabrigge sind dank des dort produzierten politischen Murkses ungenießbar».

Pastor Friedensreich Selighauer, der fischende Gemeindehirte, verabschiedete den Saar Umweltminister mit einem dreifach donnernden «Petrie Heil». Von CDU Minister Mörsdorf war ein zaghaftes «Petrie Dank» zu hören und von Bürgermeister Edgar Lump drang, als der Minister verschwunden war, ein zufriedenes «Gott sei Dank, endlich isser verschwunn» an die Ohren der Gäste von Ännchens Kneipe am Dorfbrunnen.

Au, den 24. Februar 2007

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