6/4/2007

Magazin «Zappenduster» enthüllt die letzten Geheimnisse um das Leben von Jesus

Jesus schätzte das Ambiente in den Tavernen des Saarlandes

Von Claude Michael Jung

Fieberhaft sucht man im Vatikan nach einer undichten Stelle. Hat etwa ein Monsignore oder gar ein Kardinal streng geheime Dokumente aus den vatikanischen Archiven mitgehen lassen und die als Top Secret eingestuften Papiere gegen schnöden Zaster an das angesehene saarländische Wochenmagazin «Zappenduster» verscherbelt? Der Chefredakteur des Magazins «Zappenduster», Michel Mumpitz, behauptet im Besitz der gesamten Lebensgeschichte von Jesus Christus zu sein. «Insbesondere über die Jahre zwischen dem 18. und dem 30. Geburtstag von Jesus, über die so gut wie nichts bekannt ist, berichtet der an der Saar geborene römische Dramatiker und Historiker Claudius Auricanus in seinen, bisher im Vatikan unter Verschluss gehaltenen Werken», sagte Mumpitz gegenüber Medienvertretern

Claudius Auricanus, ein Zeitgenosse von Jesus wurde genau wie dieser im Jahre Null geboren. Allerdings nicht in Bethlehem, sondern im römischen Kastell Aurica an der oberen Saar bei Saabrigge. Der keine Claudius wurde auch nicht neben einem Ochsen und einem Esel in eine Krippe gelegt, sondern wanderte direkt in ein gemütliches Kinderbett mit Schaukelmechanismus. Fleißig wie alle Saarländer, lernte er Lesen und Schreiben, er verehrte wie viele Römer und Saarländer Venus und Bacchus als Hausgötter und widmete sich intensiv dem Studium der Kräuterliköre. Claudius Auricanus lernte den damaligen Statthalter Roms an der Saar Quintus Optimus kennen und trat als dessen Berater in die Dienste des Imperium Romanum.

Bei einem Spaziergang auf den Daaler Wiesen lernte Claudius Auricanus dann im Jahre 22 auch Jesus kennen. Dieser erzählte ihm, er sei in Bethlehem geboren worden und in Nazareth aufgewachsen. Sein Stiefvater wollte, dass er den Beruf eines Zimmermanns erlernen sollte. Er, Jesus aber wollte es zu etwas bringen und wollte lieber studieren als mit Holzwürmern herum zu hantieren. Zur Finanzierung seines Studiums habe er sich als Legionär in den Dienst des Kaisers gestellt und sei nach seiner Grundausbildung in Jerusalem und Damaskus zur «Legion Saarlandum» versetzt worden, sagte Jesus dem neugierig gewordenen Claudius Auricanus.

Jesus schwärmte von den Saarländerinnen und Saarländern, er lobte in den höchsten Tönen deren Philosophie und Kochkunst. Jesus schätzte das Ambiente in den Tavernen des Saarlandes ebenso wie die Volksfeste. Claudius Auricanus schreibt: «Dieser römische Legionär ist kein Kostverächter, trüge er nicht die römische Uniform, er würde glatt überall im Land als waschechter Saarländer und Schwaduddler durchgehen».

Jesus spielte im Musikzug der «Legion Saarlandum» Posaune, Trompete und die Rektalflöte, schaurig schön, wie Claudius Auricanus zu berichten weis. Beim Saarspektakel, einem antiken Wagenrennen quer durch Saabrigge besiegte Jesus sogar, unter den Alleeh-Hopp-Rufen tausender begeisterter Zuschauer, Petrus, den damaligen Saar-Majestix, genannt der Schwarze Pit.

Am Geburtstag des römischen Statthalters Quintus Optimus im Jahre 25 aber schien eine Katastrophe über das Saarland herein zu brechen. Die Weinvorräte waren zur Neige gegangen und es hatte den Anschein, die Saarländer müssten am höchsten Feiertag ihres Landes – Ostern, Weihnachten und Pfingsten waren noch nicht erfunden - auf dem Trockenen sitzen. Da kündigte Jesus an, ein Wunder würde geschehen und die Saarländer müssten nicht elend verdursten. Die «Legion Saarlandum» müsse geschlossen antreten und das kristallklare Wasser der Saar in Fässer, Krüge, Eimer und Karaffen schöpfen. Und siehe da, das Wasser der Saar verwandelte sich in köstlichen Wein, einige Behältnisse sogar in Schampus und Feuerwasser. Drei Tage und Nächte lang feierten die Saarländer den Geburtstag von Quintus Optimus und wachten am vierten Tag vollkommen ohne Kopfschmerzen und Kater auf. «Ein weiteres Wunder war geschehen», schreibt Claudius Auricanus.

Jesus lebte als Saarländer unter Saarländern, noch bis zum Jahre 29. Er brachte es als Schwaduddler zu hohem Ansehen und in der «Legion Saarlandum» zum Centurio. Gerade als Jesus dem Militär den Rücken kehren und in der Altstadt von Saabrigge eine Taverne eröffnen wollte, sowie eine Saarländerin zum Weibe zu nehmen gedachte, erschien der Heilige Geist und moserte fürchterlich rum. «Gedenke Jesus, du hast noch eine andere Aufgabe zu erfüllen als die heidnischen Saarländer mit Wein abzufüllen und für Quintus Optimus zu musizieren. In Jerusalem wartet Pontius Pilatus auf dich, den darf man nicht warten lassen. Also mach dich hier aus dem Staub, die Weltgeschichte wartet schon auf dich». Ohne den Saarländern zu zeigen, wie man trockenen Fußes die Saar überschreiten kann, machte sich Jesus von den Äckern der schönen Saar.

Die vollständige Jesus-Dokumentation veröffentlicht das saarländische Wochenmagazin «Zappenduster» ab der kommenden Woche in einer 24teiligen Reihe. Laut dem Chefredakteur des «Zappenduster», Michel Mumpitz, werden die Leser dann auch den Namen der Jungfrau erfahren die Jesus heiraten wollte. Ob Jesus Bibbelchesbohnesupp, Hawaii-Toast, Kappesrouladen, Lyonerpfanne und Hoorische mochte, was er beim Anblick der Saarschleife sagte und wie er über die Pfälzer dachte, ist ebenso von Claudius Auricanus niedergeschrieben worden, wie seine zahlreichen Tischreden in den Tavernen des Landes. Auch die von Claudius Auricanus gezeichneten sensationellen Jesus Portraits werden dann erstmals an die Öffentlichkeit gelangen. Der «Zappenduster» ist jeweils Mittwochs im gut sortierten Zeitschriftenhandel erhältlich. Chefredakteur Mumpitz hat die Auflage verdreifachen lassen, damit niemand zu kurz kommt, oder gar warten muss bis ein Exemplar im Antiquariat zu ergattern ist.

Au, den 6. April 2007

Ausschnitt aus der «Tabula Peutingeriana»:
Provinz «Saarlandum« mit Kastell «Aurica»
weitere Städte auf der Karte: Confluentes (Koblenz), Mogontiaco (Mainz), Aug. Tresveroy (Trier)

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